Verein Black and White for Angola

Fernanda Noll, eine Schwarzafrikanerin, musste im Alter von 10 Jahren durch den Krieg ihre Familie, Freunde und ihre Heimat Calulo in Angola verlassen. Sie flüchtete nach Madeira mit ihrer portugiesischen Gastfamilie, bei der ihre Mutter sie zuvor in der Hauptstadt Luanda unterbrachte.
Der Kontakt zur Familie und in ihr Dorf war völlig abgeschnitten. Über 40 Jahre lang scheiterten alle Bemühungen, Kontakt in ihre Heimat aufzunehmen, wo immer noch Krieg wütete. Sie wusste nicht, ob jemand von ihrer Familie noch lebt. Ihr Vater fiel bereits als Soldat. Ein Versuch über Namibia in ihre Heimat zu gelangen, scheiterte und sie musste umkehren. Eine Cousine, die sie bereits ausfindig machen konnte, musste damals ebenfalls fliehen und lebt inzwischen in der Schweiz. Diese brachte ihr Ende 2007 den erlösenden Anruf nach mehr als vier Jahrzehnten:
Deine Mutter und deine Schwestern leben! Der berührendste Moment in ihrem Leben: Die tot geglaubte Familie lebt.
Die Freude des Wiedersehens war riesig. Obwohl Calulo den Krieg überstanden hat, leidet es noch an den Folgen. Es fehlt an allem. an Allem, was es in Fernandas jetziger Welt gibt.
Sie lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Hannover, der Heimat ihres Mannes, den sie in Portugal kennen lernte und ihrem inzwischen erwachsenen Sohn. Mittlerweile gibt es viele Anhänger, die Fernandas Engagement teilen und unterstützen, um diesen Menschen zu helfen.
Eigens dafür ist dieser gemeinnützige Verein gegründet worden.
Es sind bereits viele Hilfsgüter gespendet worden, die in Kürze per Container nach Calulo verschickt werden.
Weitere Visionen sind ein Brunnen mit einer Wasserpumpe, ein kleiner Trecker und ein Transporter um die Hilfsgüter dort zu verteilen. Diese Dinge werden es den Hilfebedürftigen vor Ort erlauben, sich eine Existenz aufzubauen und damit eine Abwanderung aus der Region zu verhindern.
Bitte helfen Sie, diese Vision wahr werden zu lassen.

Spenden werden dankend angenommen:
vor Ort, durch Mithilfe oder durch Geldspende auf das

IBAN DE12 250501800910206660 – BIC SPKHDE2HXXX

DANKE!

Nur 30 Cent für ein Kind …

… retten sein Überleben im Libanon, Iran oder Jordanien. Das hat Entwicklungsminister Gerd Müller unter anderem im Interview des Spiegels* gesagt. Wir meinen: 30 Cent oder Hilfe, um Bildung oder eigene Arbeit zu ermöglichen.

„In Afrika liegen sechs der zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Auf der anderen Seite gibt es unvorstellbaren Hunger und Elend“, sagt Müller und stellt fest: „Was fehlt, ist der Wille zu handeln. Brüssel muss Afrika endlich zur Jahrhundertaufgabe machen.“

Er will gegen die Ausbeutung von Menschen und Natur zumindest durch deutsche Unternehmen angehen („Marktwirtschaft muss sozial sein. Der freie Markt schafft das nicht“), muss dabei aber mit dem Wirtschafts- und Außenministerium zusammenarbeiten.

Unternehmen sollen aber in Afrika investieren, weil die „Dynamik der afrikanischen Volkswirtschaften … völlig unterschätzt“ werde. Zum Beispiel in Äthiopien, das „eine enorme Reformdynamik und acht Prozent Wirtschaftswachstum“ habe. „Ich habe dort Holzpflüge gesehen, die wie im 19., Jahrhundert von Ochsen gezogen wurden. Mit der richtigen Strategie könnte das Land schon in zehn Jahren zum bedeutenden Nahrungsmittelexporteur werden.“

Was schließen wir daraus? Auch die „kleine Münze“, also unsere konkrete Hilfe für Angola mit Material für Schule und Bildung, mit Material, um selbst Bekleidung oder Nahrungsmittel herzustellen, kann die Hilfe „von oben“ begleiten und ist der richtige Weg.

*Der SPIEGEL Nr. 28/2019 vom 6.7.2019, S. 28f.

Experte bestätigt Arbeit von „Black & White für Angola“

Wie Afrika aus der Überbevölkerungsfalle entkommen kann und welche Länder auf diesem Wege schon erfolgreich sind, darüber sprach der SPIEGEL mit  Reinhard Klingholz (Heft 24/2019, 112). Er ist Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, das eine Analyse für das Auswärtige Amt erstellt hatte.

Trotz vieler Einzelprojekte nimmt die Bevölkerung Afrikas zu. Familiengröße und Kinderzahl seien der zentrale Punkt. Dagegen könne auch drastische Einschnitte wie die Einkindpolitik Chinas gearbeitet werden. „In Thailand haben sich drei Instrumente bewährt, die auch in Afrika funktionieren: Gesundheitsversorgung, Bildung und Jobs“, sagt Klingholz im SPIEGEL. Auch in Äthiopien habe der Staat systematisch in den drei Feldern investiert, und in Ruanda, im Senegal, in Botswana und Ghana wollen die Menschen kleinere Familien.

Die Schule hat unter der Überschwemmung gelitten

Wir freuen uns über die Bestätigung unserer Arbeit durch den Experten. „Black & White für Angola“ hat beim Aufbau der Schule in Kalulu geholfen und unterstützt deren Wiederaufbau nach der schweren Überschwemmung. Wir helfen mit Einrichtung und Schulmaterial. Mit den gebrauchten Nähmaschinen können sich die Menschen selbst helfen und auch für den lokalen Markt nähen. Und wir unterstützen die Eröffnung einer Apotheke, damit vor allem Kinder gegen Durchfall geschützt und Notfallmedikamente vor Ort sind.

Die Überschwemmung hat viel weggespült

Viele hundert Menschen beim „Fest der Vereine“ und

Beim „Fest der Vereine“ am und im Rathaus in Garbsen waren am Wochenende viele hundert Besucherinnen und Besucher. „Black and white for Angola“ war mittendrin. Am Südeingang haben wir über unsere Ziele und Projekte informiert und landestypische Gerichte angeboten. Außerdem hat Fernanda Noll auf der Tribüne unseren Verein vorgestellt und wie er in Angola Hilfe zur Selbsthilfe leistet.

Nächster Hilfscointainer geht nach Angola

Ein Container voller Hilfsgüter ist das nächste Projekt der jungen Zusammenarbeit von Menschen aus Angola, Benin, Senegal und anderen afrikanischen Ländern. Der erste Erfolg war ein Container für Benin (wir berichteten).

Für den Container nach Angola hat Dets Laufshop in Hannover gebrauchte, gut erhaltene Laufschuhe gespendet, die Werner Schulz Fernanda Noll übergab. Außerdem gehen Nähmaschinen, Hefte, Stifte und anderer Schulbedarf, Schulmöbel und mehr auf die Reise.

Werner Schulz von Dets Laufshop und Fernande Noll

Wir werden berichten, wie es weitergeht. Wir freuen uns über Sachspenden und Geldspenden, damit wir den Transport bezahlen können.

Container ist angekommen

Bessere Zustände in Angola und anderen afrikanischen Ländern: 
„Jetzt können wir endlich helfen und unsere Hilfe kommt auch an“, freut sich Fernanda Noll vom Verein „Black and white for Angola“. Vor Jahrzehnten musste sie Angola verlassen. Im Raum Hannover arbeiten Gruppen aus Angola, Benin, Senegal usw. zusammen. Der erste Container mit Hilfsgütern ist jetzt in Benin angekommen.

Der Container vor der Abfahrt nach Benin
In Benin angekommen
Tausend Dinge, die helfen helfen, können ausleaden und verteilt werden

19.11.2016 Feiern wie in Lucala Informationsabend mit Live-Musik

am 19. November 2016, ab 20 Uhr bis ca. 22.30 Uhr in der Gaststätte Alt Garbsen (Hannoversche Str. 156, 30823 Garbsen).
Die internationale Band Soko featuring Velile unterstützt die Arbeit von Black & White for Angola mit einem Live-Auftritt an diesem Abend. Diese Veranstaltung bietet auch die Möglichkeit die Capoeira Gruppe Natura aus Hannover kennenzulernen, die Sie mit dem feinen Kampftanz aus Angola begeistern wird. Darüber hinaus bereiten wir afrikanische Snacks für Sie vor. Mit weiteren Überraschungen hoffen wir den Abend für Sie zu einem Erlebnis zu machen.

Kommt am Donnerstag den 29.5.2014 nach Peine zum Wasserturm zum Afrika-Fest!
Kommt mit uns in Gespräch und genießt leckere Speisen 🙂

Film

Heute zeigen wir euch auch mal eine andere Seite aus Fernandas Reise nach Angola. Denn neben der vielen Freude die sie erlebte als sie ihre Familie wieder traff, sah sie auch die Folgen des Bürgerkrieges, die Armut, den Müll und das Elend. Angola ist immer noch ein sehr armes Land! Black and White for Angola möchte sich zunächst für die Region Calulo einsetzten. Dort kommt ihre Familie her und von dort begann auch damals ihre Flucht. Heutzutage gibt es kein fließendes Wasser, keinen Strom und Tagesmärsche zum nächsten Dorf oder zur Plantage gehören zum Alltag dazu.